Mit ihren dreidimensionalen und dinglichen Qualitäten stellt Skulptur für die Betrachter ein räumliches und unmittelbar physisches Gegenüber dar. Nicht selten bestimmt sie auch deren körperliche Haltung, wenn sie zur Betrachtung aus unterschiedlichen Blickwinkeln einlädt. Dabei hat sich die Vorstellung von Skulptur in den vergangenen 100 Jahren grundlegend erweitert. Bildhauerisches Denken ohne das Readymade von Marcel Duchamp oder die Soziale Plastik von Joseph Beuys ist nicht mehr vorstellbar. So verwendet etwa
Mark Manders (*1968) vertraute, zum Teil gefundene Alltagsgegenstände und Materialien. Doch wirkt seine »Silent Factory«, als entstamme sie der Welt des Unbewussten, in der die Verbindungen zwischen den Dingen und ihrer eindeutigen Bezeichnung unterbrochen sind. Werke weiterer internationaler Künstler belegen das breite Spektrum zeit-
genössischer Skulptur von Wandreliefs und Assemblagen bis hin zu Licht- und Filminstallationen.
Gleichzeitig vermitteln sie einen Sammlungs-
schwerpunkt, der sich in der zehnjährigen Geschichte der Pinakothek der Moderne herausgebildet hat.