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Beschreibung :
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Am Freitag, dem 3. Februar 2012 eröffnet die Galerie Thomas Schulte ihre dritte Einzelausstellung mit Iris Schomaker unter dem Titel „DOING REAL THINGS“. Zur Vernissage von 19 bis 21 Uhr ist die Künstlerin anwesend.
Die in Berlin lebende Künstlerin Iris Schomaker beschäftigt sich seit langem ausschließlich mit Malerei auf Papier. Ihre Sujets sind dabei auf das Wesentliche reduziert: Einzelfiguren im entleerten Raum, in Mützen und Schals gehüllte Gesichter, Landschaften, schneebedeckte Berge und stille, fast schwarze Gewässer. Nicht die Arbeit an der figürlichen Darstellung steht bei ihr im Vordergrund, sondern die ikonische Idee des Motivs, das die Malerin mit einem Nachbild aus einem Traum oder einem Bild aus der Erinnerung vergleicht: „Ein Berg an sich ist ein starkes Bild, das viele Assoziationen auslöst und Symbolcharakter annimmt. Es interessiert mich nicht, ob der Berg die Zugspitze sein könnte. Mir geht es um die Idee des Berges, eine Art Urbild.“ Das Dargestellte selbst ist in Schomakers Werk sekundär: Zum Thema ihrer Arbeit wird vielmehr der Prozess der Darstellung wie die Erkundung der malerischen Möglichkeiten und die Wiedergabe eines atmosphärischen Inhalts. Im Spannungsfeld zwischen figurativer Darstellung und malerischer Abstraktion findet die Künstlerin zu ihrer originäre Bildsprache.
In fast allen Arbeiten von Iris Schomaker bleibt der Charakter der Zeichnung fast vollständig erhalten, denn die Farbschichten, ob Wasser-, Acryl- oder Ölfarbe, werden nur dünn aufgetragen. Die Suchbewegungen der Linien, welche die Formfin-dung dokumentieren, scheinen durch den lasierenden Farbauftrag hindurch und gehen mit ihm eine Verbindung ein. Die Künstlerin legt so den Malprozess für den Betrachter offen. Dabei beschränkt sich ihre Farbpalette fast ausschließlich auf Pastelltöne, Schwarz, Weiß und Grau. Durch über das Bild laufende Wasser- und Farbschlieren wird das Unfertige bewusst betont. Der Prozess des zeichnerischen Erfassens und der Findung der genauen malerischen Komposition scheint auf ihren Bildern ebenso Gegenstand und Thema zu sein wie das Motiv und seine atmosphärischen und physischen Qualitäten.
Schomakers großformatige Arbeiten werden stets ohne Rahmen direkt auf die Wand gehängt. Zusätzlich sind die Motive ohne Ausnahme angeschnitten, scheinen den Rahmen des Bildformates zu sprengen und sich ausdehnen zu wollen. Durch die Art der Komposition und das Anschneiden der Figuren wird die ästhetische Grenze angetastet, Bildraum und Betrachter gehen eine Verbindung ein.
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