Das hat es seit 30 Jahren nicht mehr gegeben: Das Museum Ludwig hebt seine Film- und Video-Schätze. Dafür wird das kom-plette Untergeschoss geräumt. An Sichtplätzen sind dann rund 270 Werke, darunter seltene und seltenste, abrufbar, 55 raum-greifende Installationen werden aufgebaut. Alle Größen des Mediums sind vertreten, der Niederländer Aernout Mik, die Kana-dierin Janet Cardiff, Mike Kelley, der Meister des Abgründigen, und natürlich der Pionier der Videokunst, Nam June Paik. Video, lange bloß für ein Mittel der Dokumentation gehalten, erweist sich hier als dem Film ebenbürtiges, in seiner vielfältigen Erschei-nung gattungssprengendes Medium. Und es zeigt sich ? ob in Francesco Vezzolis Werbungen für Phantasie-Produkte oder in Jonathan Horowitz? erfrischenden Neumontagen von kommerziellen Filmen ?, wie stark das Mainstream- Kino auf den Kunstfilm einwirkt.
Öffnungszeiten :
Di-So, feiertags 10 - 18 Uhr
jeden ersten Donnerstag im Monat 10 - 22 Uhr
Eintritt :
Ermäßigt 7 €
Gruppen ab 20 Personen 7,50 € pro Person