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Beschreibung :
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Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts
Die Sammlung des Kölner Museum Ludwig setzt mit der Jahrhundertwende ein und beinhaltet die wichtigsten Stationen und Positionen der Moderne. Grundlegender Ausgangspunkt für den Bestand war die Sammlung des Kölner Rechtsanwalts Josef Haubrich, der dem Museum 1946 Kunstwerke der Expressionisten und anderen Vertretern der Klassischen Moderne schenkte. Darunter befinden sich Meisterwerke von Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, August Macke, Otto Müller, Otto Dix, Ernst Ludwig Kirchner und Marc Chagall. Weitere Sammlungen mit Werken von Willi Baumeister, Max Beckmann, Alexej von Jawlensky, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Henri Matisse und Ernst Wilhelm Nay konnten in der Folgezeit als Stiftung, Schenkung oder Leihgabe gewonnen werden.
Die Schenkung von 1976 beinhaltete die außerhalb der USA umfassendste Sammlung amerikanischer Pop Art (Objekte, Environments und Gemälde von Lichtenstein, Rosenquist, Warhol und Wesselmann). Außerdem gelangten aus der Sammlung Peter Ludwigs einzigartige Arbeiten der Russischen Avantgarde aus der Zeit zwischen 1905 und 1935 (Gontscharowa, Larionow, Exter, Popowa, Malewitsch, Rotschenko) als Dauerleihgabe ins Museum.
Seinen hohen Bekanntheitsgrad besitzt das Museum Ludwig auch wegen seiner herausragenden Sammlung amerikanischer Kunst. Neben den Abstrakten Expressionisten, wie Barnett Newman und Mark Rothko, sind es insbesondere die Künstler der Pop Art, die von Peter und Irene Ludwig bereits früh gesammelt wurden. Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, James Rosenquist, Claes Oldenburg, George Segal, Tom Wesselmann sind nur einige der bedeutendsten Vertreter dieser Richtung, von denen sich Werke im Bestand des Museums befinden.
Nicht weniger bekannt ist die ebenfalls durch Irene und Peter Ludwig für das Museum erworbene Sammlung Russischer Avantgarde, u.a. mit Werken von Malewitsch, Popowa und Rodtschenko. Sie ist heute, mit über 600 Katalognummern, die wichtigste öffentliche Sammlung russischer Kunst im Westen. Erweitert wird dieser Bestand durch ein großes Konvolut von Werken der sogenannten Zweiten Russischen Avantgarde, also Arbeiten von Künstlern der ehemaligen Sowjetunion, die mit aktuellen Tendenzen seit den sechziger Jahren vertreten sind.
1977 war das Gründungsjahr der Photoabteilung des Museum Ludwig, die heute zu den ältesten und renommiertesten Photoabteilungen an einem Museum zeitgenössischer Kunst zählt.
Die Grafische Sammlung des Museums Ludwig beherbergt rund 2000 Unikate auf Papier - d.h. Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen, Collagen, usw. - und etwa 6000 Druckgrafiken, Bestände, die vorwiegend wohlwollenden Förderern zu verdanken sind.
Seit den 1970er Jahren hat sich der künstlerische Videofilm neben den klassischen Sammlungsschwerpunkten zum eigenständigen medientechnischen Sammlungsbereich der Museen des 20. Jahrhunderts etabliert.
In den letzten fünf Jahren wurde eine große Anzahl von Werken der Gegenwartskunst erworben, welche noch nicht in der Sammlung vertreten waren. Hierbei wurden gezielt einige Arbeiten aus den 60er und 70er Jahren, aber vor allem aus den 80ern erstanden, u.a. Stephan Balkenhol, Erik Bulatov, Grischa Bruskin, Gilbert & George, Stephan von Huene, Hermann Nitsch, On Kawara und Julian Schnabel; des weiteren Werke, die zu einer Verstärkung der Präsenz verschiedener Künstler in der Sammlung beitrugen, wie Richard Artschwager, Robert Mapplethorpe, Mario Merz, Robert Rauschenberg, Rosenquist, Ulrich Rückriem und Rosemarie Trockel.
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