Johannes Espers Arbeiten entstehen stets in Serien. In den letzten zwei Jahren hat er sich mit den Sujets „Kopf“ und „Figur“ befasst. In Ausstellungen fasst er die Objekte als Ensembles zusammen. Er begreift sie jedoch als Einzelstücke, die je nach Zusammenhang immer verschieden gruppiert werden können.
Esper verwendet wenige, schlichte Materialien – wie Wellpappe, Beton oder Ton – die er in möglichst einfachen Arbeitsschritten verändert und die eine unvermittelte Formgebung ermöglichen. Im Gegensatz zu den groben Materialien stehen die daraus hervorgegangenen filigranen Objekte. Jede Ecke, Erhöhung oder Vertiefung erscheint geplant und minutiös bearbeitet, gleichzeitig wirken die Werke jedoch unmittelbar und zufällig.
In scheinbar strengem Minimalismus beschränkt sich der Künstler auf klare und formale Elemente – das Quadrat, den Kreis, das Rechteck – füllt diese jedoch, durch den Titel, mit neuen Inhalten, die im Kontrast zu den Prinzipien der Objektivität und des Ungegenständlichen der Minimal-Art stehen. Wenige oder keine abbildenden Details stützen die allein durch die Betitelung evozierte Gegenständlichkeit der Objekte.
Subtil parodiert Esper in seinen Werken durch die Miteinbeziehung der Wirklichkeit, die Utopien der Moderne.
In der Kunststiftung zeigt er unter anderem Wandobjekte aus seiner Serie „Köpfe“ aus den Jahren 2008 und 2009.
Johannes Esper, 1971 in Cochem geboren, lebt und arbeitet in Karlsruhe. Er studierte von 1998 bis 2004 Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in der Klasse von Prof. Meuser. Er hatte bereits mehrere Einzelausstellungen, unter anderem bei Sebastian Fath contemporary in Mannheim, in der V8 in Karlsruhe, im Hospitalhof Stuttgart und bei Nusser & Baumgart in München.
In Andreas Lorenschats Werken vermischen sich biographische Aspekte mit Elementen aus Literatur, Film und Zeitgeschehen. In einem medialen Kosmos aus Fotografie, Video, Text und Installation nutzt Lorenschat Schrift, Bild und Objekt als gleichwertige Bausteine für die Konstruktion seiner Arbeiten.
Immer wieder thematisiert er die Verwobenheit von Sprache und Bild, sowie die Verbindung von gedachten und tatsächlichen Bildsituationen und -räumen.
Der Betrachter nimmt in der Konzeption von Lorenschats Kunst eine zentrale Funktion ein, indem er durch seine Rezeption mit dem Werk in einen Dialog tritt und es dadurch mitgestaltet. Bewusst offen gelassene Aspekte werden durch die Wahrnehmung des Betrachters ergänzt und verknüpft.
In vielen der Arbeiten dominieren Übergangsmomente zwischen einem Zustand und dem nächsten; zwischen Auftauchen und Verschwinden, Bestehen, Veränderung und Vergehen und zwischen Erinnerung und Vergessen.
In der Ausstellung der Kunststiftung präsentiert er eine breite Auswahl aus seinem bisherigen Schaffen, von Fotographie über Videoarbeiten bis hin zu Installationen.
Andreas Lorenschat, 1973 in Heilbronn geboren, lebt und arbeitet in Karlsruhe. Er studierte von 1999 bis 2005 Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung am ZKM Karlsruhe in der Klasse Candida Höfer, Dieter Kiessling und Mischa Kuball. Im Jahr 2004 studierte er an der Hochschule für Bildenden Künste Städelschule Frankfurt, bei Ayse Erkmen. Er wurde u.a. ausgezeichnet mit dem Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes, dem Atelierstipendium Mummelsee, dem Kunstpreis von Kleinbasel der Regionale8 und dem Medienkunstpreis der Region Oberrhein 2008.
Zur Eröffnung am 29. September 2010 um 19.30 Uhr spricht Johan Holten, Direktor des Heidelberger Kunstvereins.
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