Die künstlerischen Denk- und Arbeitsweisen von Rosemarie Trockel und Mike Kelley - einer Frau und eines Mannes, einer Deutschen und eines Amerikaners - lassen bei genauerer Betrachtung Gemeinsamkeiten erkennen. Die Wandarbeiten, Skulpturen und Installationen der beiden 1952 und 1954 geborenen Künstler bilden in sich geschlossene, aber vielfältig verzweigte Kosmen. Sie erschließen sich in einer Art synchroner Verdichtung. Beide Künstler untersuchen auf eine jeweils unverwechselbare Weise Regelsysteme: der Familie, des Staates, der Religion. Lustvoll demaskieren ihre Arbeiten gesellschaftliche Konventionen als fragwürdige Bestandteile einer Welt der Hierarchien.